Wissenschaft

Prof. Dr. phil. Dr. habil med. Niko Kohls, Dipl. Psych.


Meine wissenschaftliche Arbeit verbindet Medizinische Psychologie, Gesundheitswissenschaften und angewandte Resilienzforschung. Im Zentrum stehen Selbstregulation, Achtsamkeit, Resilienz, Sinnorientierung und Future Skills – also die Frage, was Menschen befähigt, auch unter komplexen und belastenden Bedingungen gesund, orientiert und handlungsfähig zu bleiben.

Nach meinem Psychologiestudium in Jena und Freiburg, der Promotion in Freiburg und mehreren Jahren als Postdoktorand in England baute ich 2008 am Generation Research Program der LMU München ein Forschungsprogramm zu Selbstregulation, Resilienz und menschlicher Entwicklung auf. 2012 habilitierte ich mich im Fach Medizinische Psychologie; seit 2013 bin ich Professor für Gesundheitswissenschaften an der Hochschule Coburg.

Internationale Perspektiven prägen meine Arbeit ebenso wie der Anspruch, wissenschaftliche Fundierung mit Praxisnähe zu verbinden. Ausdruck davon sind unter anderem meine langjährige Tätigkeit als Senior Fellow des Samueli Institute sowie die Aufnahme in die Europäische Akademie der Wissenschaften und Künste im Jahr 2019.

Mehr als 200 wissenschaftliche Veröffentlichungen sowie zahlreiche Vorträge, Symposien und Fachbeiträge im nationalen und internationalen Kontext stehen für diese Arbeit. Zugleich ist es mir ein zentrales Anliegen, wissenschaftliche Erkenntnisse nicht nur innerhalb akademischer Zusammenhänge zu verhandeln, sondern sie auch für Praxis, Führung, Bildung und gesellschaftliche Gestaltung fruchtbar zu machen.


Forschungsinteressen

  • Selbstregulation, Stressbewältigung, Adaption und Habituation
  • Gesundheitsförderung in lebensweltlichen Settings
  • Digitalisierung in der Gesundheitsförderung
  • Mind-Body-Interventionen im Zusammenhang mit Resilienz und Lebensqualität
  • Neuroethische Fragestellungen 
  • Demografischer Wandel, Pflege und pflegende Angehörige

 


Wissenschaftliche Beiträge

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Academic CV
Akademischer Lebenslauf
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Visiting Fellowships & Akademische Positionen

2007                 Visiting Scholar, Institut für Grenzgebiete der Psychologie, Freiburg
2008 – 2012  Gründungsmitglied Transdisziplinäre AG Spiritualität & Krankheit (TASK)
2008 – 2013  Senior Fellow Samueli-Institute Brain Mind & Healing Program, USA

2010                 Gründungsmitglied der AG Freiheit erhalten, Lebensqualität sichern (FELS)

2012 –  2014  Wissenschaftlicher Berater der Stiftung Bewusstseinswissenschaften

2013 -              Mitglied im Forschungsschwerpunkt Gesundheitsförderung der HS Coburg

2014 -              Vorstandsmitglied Gesellschaft für Bewusstseinswissenschaften und Bewusstseinskultur (GBB)

2017 -  2018  Expertenkommission des GKV- Spitzenverbandes  § 20 SVB V Handlungsfeld Stressbewältigung 

2018                Aufnahme in die Europäische Akademie der Wissenschaften und Künste

2018 - 2025  Affiliated Scholar Pellegrino Center for Clinical Bioethics, Georgetown University, USA
2021 - 2025   Jurymitglied Deutscher-Demografie-Preis (ddn) im Bereich „Vorbildlich bei Gesundheit“
2020 -             Wissenschaftlicher Beirat Gesellschaft für Prävention e.V.
2023 - 2025  DHIK-Ethik-Compliance-Gruppe „Internationale Zusammenarbeit in Forschung und Lehre“
2023 -             Beirat des Instituts für Grenzgebiete der Psychologie und Psychohygiene e.V. (IGPP)
2024 -             Kurator der Oskar-Hacker-Stiftung
2024 -             Mitglied im Promotionszentrum „Analytics 4 Health“ der Hochschule Coburg
2024 -             Kurator MBSR-MBCT Verband

 


Editorial Board Memberships


Akademische Abschlussarbeiten

Als Hochschullehrer habe ich an den Universitäten Freiburg und München, an der Hochschule Coburg sowie an weiteren akademischen Institutionen über 100 Abschlussarbeiten auf Diplom-, Bachelor- und Masterniveau betreut. Zudem war ich an zwei Habilitationen und an annähernd 20 Promotionen als Betreuer oder Co-Betreuer beteiligt.

Externe Betreuungen außerhalb der Hochschule Coburg sind aus Kapazitätsgründen nur in Ausnahmefällen möglich.


Aktuelle Forschungsschwerpunkte

Mit der Pädagogin, Lehrerin und Achtsamkeitsexpertin Vera Kaltwasser arbeite ich seit vielen Jahren zum Thema Achtsamkeit in der Schule zusammen. Das von ihr entwickelte Programm begleite ich seit fast 15 Jahren wissenschaftlich – zunächst unter dem Titel „Achtsamkeit in der Schule“ (AISCHU), heute in der Weiterentwicklung als „Achtsame 8 Wochen“. Im Zentrum dieser Arbeit steht die Frage, wie sich Achtsamkeit im schulischen Alltag so verankern lässt, dass Stress bei Schülerinnen und Schülern ebenso wie bei Lehrkräften reduziert und zugleich Selbstregulation, Präsenz und Beziehungsfähigkeit gestärkt werden..

Seit vielen Jahren engagiere ich mich in der Initiative „Achtsame Hochschulen“ mit wissenschaftlichen Beiträgen und inhaltlicher Mitgestaltung. Im Zentrum steht für mich die Frage, wie eine zukunftsorientierte Hochschule gestaltet werden kann, die nicht nur Wissen vermittelt und Leistung ermöglicht, sondern zugleich Selbstregulation, Präsenz, Gesundheit und die Entwicklung von Future Skills fördert. Gerade unter Bedingungen digitaler Verdichtung, wachsender Unsicherheit und zunehmender Beschleunigung braucht es Bildungsräume, in denen Menschen lernen, mit Komplexität, Wandel und Druck reflektiert, verantwortungsvoll und handlungsfähig umzugehen.

Als stellvertretender Leiter des hochschulübergreifenden und transdisziplinären institut mensch & ästhetik an der Hochschule Coburg und der Universität Bamberg beschäftige ich mich zudem mit der Frage, wie ästhetische Erfahrung Selbstwahrnehmung, Orientierung, Gesundheit und Resilienz beeinflusst. Gerade in einer zunehmend technisierten und digital verdichteten Welt gewinnt diese Perspektive an Bedeutung, weil Räume, Umwelten und Gestaltungsprozesse unser Erleben und Verhalten oft stärker prägen, als uns bewusst ist.