Meine wissenschaftliche Arbeit verbindet Medizinische Psychologie, Gesundheitswissenschaften und angewandte Resilienzforschung. Im Zentrum stehen Selbstregulation,
Achtsamkeit, Resilienz, Sinnorientierung und Future Skills – also die Frage, was Menschen befähigt, auch unter komplexen und belastenden Bedingungen gesund, orientiert und handlungsfähig zu
bleiben.
Nach meinem Psychologiestudium in Jena und Freiburg, der Promotion in Freiburg und mehreren Jahren als Postdoktorand in England baute ich 2008 am Generation
Research Program der LMU München ein Forschungsprogramm zu Selbstregulation, Resilienz und menschlicher Entwicklung auf. 2012 habilitierte ich mich im Fach Medizinische Psychologie; seit 2013 bin
ich Professor für Gesundheitswissenschaften an der Hochschule Coburg.
Internationale Perspektiven prägen meine Arbeit ebenso wie der Anspruch, wissenschaftliche Fundierung mit Praxisnähe zu verbinden. Ausdruck davon sind unter anderem
meine langjährige Tätigkeit als Senior Fellow des Samueli Institute sowie die Aufnahme in die Europäische Akademie der Wissenschaften und Künste im Jahr 2019.
Mehr als 200 wissenschaftliche Veröffentlichungen sowie zahlreiche Vorträge, Symposien und Fachbeiträge im nationalen und internationalen Kontext stehen für diese
Arbeit. Zugleich ist es mir ein zentrales Anliegen, wissenschaftliche Erkenntnisse nicht nur innerhalb akademischer Zusammenhänge zu verhandeln, sondern sie auch für Praxis, Führung, Bildung und
gesellschaftliche Gestaltung fruchtbar zu machen.
2007 Visiting Scholar, Institut für Grenzgebiete der Psychologie, Freiburg
2008 – 2012 Gründungsmitglied Transdisziplinäre AG Spiritualität & Krankheit (TASK)
2008 – 2013 Senior Fellow Samueli-Institute Brain Mind & Healing Program, USA
2010 Gründungsmitglied der AG Freiheit erhalten, Lebensqualität sichern (FELS)
2012 – 2014 Wissenschaftlicher Berater der Stiftung Bewusstseinswissenschaften
2013 - Mitglied im Forschungsschwerpunkt Gesundheitsförderung der HS Coburg
2014 - Vorstandsmitglied Gesellschaft für Bewusstseinswissenschaften und Bewusstseinskultur (GBB)
2017 - 2018 Expertenkommission des GKV- Spitzenverbandes § 20 SVB V Handlungsfeld Stressbewältigung
2018 Aufnahme in die Europäische Akademie der Wissenschaften und Künste
2018 - 2025 Affiliated Scholar Pellegrino Center for Clinical Bioethics, Georgetown University, USA
2021 - 2025 Jurymitglied Deutscher-Demografie-Preis (ddn) im Bereich „Vorbildlich bei Gesundheit“
2020 - Wissenschaftlicher Beirat Gesellschaft für Prävention e.V.
2023 - 2025 DHIK-Ethik-Compliance-Gruppe „Internationale
Zusammenarbeit in Forschung und Lehre“
2023 - Beirat des Instituts für Grenzgebiete der
Psychologie und Psychohygiene e.V. (IGPP)
2024 - Kurator der Oskar-Hacker-Stiftung
2024 - Mitglied im Promotionszentrum „Analytics 4 Health“ der Hochschule Coburg
2024 - Kurator MBSR-MBCT Verband
2006 - 2009 Spirituality
& Health International
2011 - 2025 Spiritual Care -
Zeitschrift für Spiritualität in den Gesundheitsberufen
2012 - 2020 Psychology, Society, &
Education
2012 - 2023 Philosophy, Ethics, and Humanities in
Medicine
2013 - Forschende Komplementärmedizin / Research in Complementary Medicine
2015 Personality and Individual Differences Special Issue Guest Editor
2015 - Journal for the Study of Spirituality
2018 - 2020 Palgrave Communications
Als Hochschullehrer habe ich an den Universitäten Freiburg und München, an der Hochschule Coburg sowie an weiteren akademischen Institutionen über 100
Abschlussarbeiten auf Diplom-, Bachelor- und Masterniveau betreut. Zudem war ich an zwei Habilitationen und an annähernd 20 Promotionen als Betreuer oder Co-Betreuer beteiligt.
Externe Betreuungen außerhalb der Hochschule Coburg sind aus Kapazitätsgründen nur in Ausnahmefällen möglich.
Mit der Pädagogin, Lehrerin und Achtsamkeitsexpertin Vera Kaltwasser arbeite ich seit vielen Jahren zum Thema Achtsamkeit in der Schule zusammen. Das von ihr entwickelte Programm begleite ich seit fast 15 Jahren wissenschaftlich – zunächst unter dem Titel „Achtsamkeit in der Schule“ (AISCHU), heute in der Weiterentwicklung als „Achtsame 8 Wochen“. Im Zentrum dieser Arbeit steht die Frage, wie sich Achtsamkeit im schulischen Alltag so verankern lässt, dass Stress bei Schülerinnen und Schülern ebenso wie bei Lehrkräften reduziert und zugleich Selbstregulation, Präsenz und Beziehungsfähigkeit gestärkt werden..
Seit vielen Jahren engagiere ich mich in der Initiative „Achtsame Hochschulen“ mit wissenschaftlichen Beiträgen und inhaltlicher Mitgestaltung. Im Zentrum steht für mich die Frage, wie eine zukunftsorientierte Hochschule gestaltet werden kann, die nicht nur Wissen vermittelt und Leistung ermöglicht, sondern zugleich Selbstregulation, Präsenz, Gesundheit und die Entwicklung von Future Skills fördert. Gerade unter Bedingungen digitaler Verdichtung, wachsender Unsicherheit und zunehmender Beschleunigung braucht es Bildungsräume, in denen Menschen lernen, mit Komplexität, Wandel und Druck reflektiert, verantwortungsvoll und handlungsfähig umzugehen.
Als stellvertretender Leiter des hochschulübergreifenden und transdisziplinären institut mensch & ästhetik an der Hochschule Coburg und der Universität Bamberg beschäftige ich mich zudem mit der Frage, wie ästhetische Erfahrung Selbstwahrnehmung, Orientierung, Gesundheit und Resilienz beeinflusst. Gerade in einer zunehmend technisierten und digital verdichteten Welt gewinnt diese Perspektive an Bedeutung, weil Räume, Umwelten und Gestaltungsprozesse unser Erleben und Verhalten oft stärker prägen, als uns bewusst ist.